Behindertenparkplätze müssen auch im Sommer vorhanden sein

AK Kommunales

SPD-Arbeitskreis Kommunales kritisiert Praxis der Stadt

„Schwerbehinderte gibt es nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer,“ betonte Fritz Kroll aus Aunkirchen, Mitglied im Arbeitskreis Kommunalpolitik, bei der letzten Sitzung. Ihm stößt sauer auf, dass die Stadt einen der zwei Behindertenparkplätze vor der Kirche am Stadtplatz im Sommer an die Eisdiele verpachtet, damit dort Tische und Stühle aufgestellt werden können. „Das kann doch nicht sein, Behinderte brauchen doch auch im Sommer genügend Parkplätze, um zum Arzt zu gehen oder Besorgungen zu machen“, kritisiert Kroll. Die Praxis der Stadt, Behindertenparkplätze an Gewerbetreibende zu verpachten, müsse abgestellt werden.

Informationen über den geplanten Lärmschutz an der Bahnlinie standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Erich Fuchs, der Leiter des SPD-Arbeitskreises Kommunalpolitik präsentierte
Übersichtspläne, inwieweit die einzelnen Häuser vom Lärm betroffen sind und welche Maßnahmen möglich wären. Im Sommer gehe es ins Planfeststellungsverfahren. Horst Hillebrand kritisierte, dass man an der Bahnlinie München-Augsburg als Bahnreisender nur noch Lärmschutzwände sehe und keine Landschaft mehr, das sei nicht nur belastend für die Anwohner an einer solchen Mauer, sondern auch für die Reisenden. Die Anwesenden hatten jedoch auch Verständnis, dass man an einer so hoch belasteten Strecke etwas tun müsse, da die Strecke Regensburg - Passau Teil einer der beiden Hauptrouten des Güterverkehrs von Hamburg in den Balkan sei. Hier könne man nicht einfach auf jeglichen Lärmschutz verzichten. Erich Fuchs kündigte an, beim Maifest Fragebögen auszulegen, um die Stimmung der Pleintinger Bürger aufzunehmen und einen Eindruck zu erhalten, ob es in Pleinting eine Mehrheit für oder gegen die geplante Lärmschutzmauer gebe.

Als weiteres Thema wurde über die Pläne für die Sanierung von Pleinting diskutiert. Erich Fuchs stellte seine Präsentation, die bereits im Bauausschuss behandelt wurde, nochmals vor und zeigte auf, welche Maßnahmen zur Verschönerung des Ortsbildes ergriffen werden sollen. „Wir arbeiten gemeinsam daran, die Missstände vor Ort zu beseitigen“, betonte Fuchs und freute sich, dass viele Ideen, die in 600 bis 700 Arbeitsstunden durch die Bürgerbeteiligung in mehreren Arbeitskreisen entstanden sind, eingebracht werden konnten. Die Frage von Karsten Klessinger nach einem Bushäuschen bei der alten Marktkirche konnte Erich Fuchs positiv beantworten. „Bis Juli 2010 sollen alle Pläne fertig sein, bis dahin wird auch die Entscheidung fallen, ob wir ein Bürgerhaus verwirklichen können. Bis Herbst diesen Jahres wird die Maßnahmenabstimmung mit der Hochwasserfreilegung und der Kanalsanierung erfolgen und ab 2011 sollen dann die Bagger anrücken“ erläuterte Fuchs die weiteren Schritte hin zu einem schöneren Ortskern, der bis 2015 Wirklichkeit werden soll. Für seinen Vortrag erhielt Erich Fuchs viel Applaus von den knapp 20 Zuhörern. Dem SPD-Stadtrat Fritz Lemberger gab Fuchs mit auf den Weg, dass bei der Ausweisung von neuen Baugebieten in Pleinting darauf geachtet werden solle, dass Krüppelwalmdächer an bestimmten Stellen im Ortsgebiet erlaubt oder sogar vorgeschrieben sein sollten: „Dass die Häuser, die bei der Einmündung von Seitenstraßen den Abschluss bilden, Krüppelwalmdächer tragen, ist historisch gewachsen und sollte fortgeführt werden, damit das Ortsbild stimmiger wird.“ Am 12. Juni wird in einer Informationsveranstaltung der Stadt und der Arbeitskreise Stadtumbau in der Mehrzweckhalle in Pleinting rund um die Marktkernsanierung, sowie die Lärmschutzmaßnahmen umfassend informiert.

Die Anträge für die Einrichtung von Kinderkrippen in Aunkirchen und Alkofen wurde begrüßt. Die SPD fordere schon seit Jahren mehr Krippenplätze im Stadtgebiet. Die erforderlichen Umbaumaßnahmen sollten schnell in Angriff genommen werden.

Die nächste Sitzung des Arbeitskreises wird voraussichtlich am 16. Juli in Alkofen stattfinden.

 
 

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